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5 Gründe warum ich gerne in der PR arbeite (und einer dagegen)

5 Gründe warum ich gerne in der PR arbeite (und einer dagegen)

Jede*r hat etwas, das er oder sie gerne an seinem Job mag. Hoffe ich zumindest – falls nicht, empfehle ich dringend einen Berufswechsel! Während ich vieles an meiner Arbeit sehr mag, gibt es natürlich auch Dinge, die mir nicht gut gefallen. Beim Schreiben dieses Artikels ist mir aber aufgefallen, dass die positiven Seiten klar überwiegen: Mir sind schnell fünf Gründe eingefallen, die mich für die PR Arbeit begeistern und nur einer dagegen.

🙂 Menschen

Wenn du nicht gerne mit anderen Menschen zusammenarbeitest, solltest du dir eine Karriere in der PR gründlich überlegen. Egal ob Kund*innen, Kolleg*innen oder Journalist*innen – es vergeht kein Tag, an dem ich nicht mit Menschen in Kontakt bin.

Dass man PR nicht im Alleingang machen kann, bedeutet auch, dass meine Arbeit von anderen abhängig ist. In teamübergreifenden Projekten muss ich mich mit meinen Kollegen abstimmen und bei der Medienarbeit muss ich darauf hoffen, dass Journalist*innen sich meinen Pitch zumindest anhören. Darum ist es wichtig, eine gute Beziehung zu Journalisten aufzubauen, worüber ich in diesem Artikel geschrieben habe.

Natürlich gibt es auch Menschen, die ich nicht mag. Dazu zählen vor allem unhöfliche oder arrogante Personen und alle, die sich auf Kosten anderer ausruhen. Überwiegend habe ich durch meinen Beruf aber viele tolle, inspirierende und herzliche Menschen kennengelernt, von denen ich viel gelernt habe und mit denen ich immer gerne zusammenarbeite.

🙂 Abwechslung

Eigentlich ist das ja schon fast ein bisschen zu klischeehaft. Wenn man jemanden fragt, was er oder sie gerne an der Arbeit mag, hört man sehr oft, dass kein Tag wie der andere ist. Vielleicht trifft das ja tatsächlich auf die meisten Berufe zu, aber ich kann hier nur für mich sprechen.

Gründe für PR Arbeit Abwechslung

Natürlich kann ich meinen Tag grundlegend anhand von regelmäßigen To-Dos und langfristigen Projekten planen, aber es bleibt immer ein Funken Ungewissheit. Vielleicht meldet sich heute ein Fernsehsender für ein kurzfristiges Interview oder wir erhalten eine spannende Presseanfrage. Vielleicht benötigt unsere Personalchefin morgen Unterstützung bei der internen Kommunikation. Oder uns trifft eine Krise, die sofort eine Reaktion verlangt. Letzteres ist die Abwechslung, die man eher nicht so toll findet.


Wieso Kommunikation aber gerade in der Krise sehr wichtig ist, erfährst du in diesem Beitrag.


Aber die Vielfalt bezieht sich nicht nur auf meine Tages- oder Wochenplanung. Würde ich morgen einen neuen Job anfangen, würde zwar mein grundlegendes PR-Werkzeug gleichbleiben, aber der Rest würde sich vollkommen verändern. Je nach dem für welches Unternehmen oder in welcher Branche ich dann tätig wäre, würde ich andere Themen kommunizieren und müsste die Kommunikation auf neue Zielgruppen ausrichten.

🙂 Kreativität

Ein Unternehmen könnte jedes Jahr, die exakt gleiche Kampagne machen wie im Jahr zuvor. Vielleicht ist sie ja super gelaufen und es wäre ja auch so schön einfach – nur erfolgreich wäre es auf Dauer vermutlich nicht. Eine der größten Herausforderungen und zugleich interessantesten Aspekte an der PR ist, dass man ständig neue Wege finden muss, Themen zu kommunizieren. In der Medienarbeit braucht es immer neue Ideen, um das Interesse der Medien zu wecken und Kampagnen müssen immer neu gedacht werden, um Aufmerksamkeit zu erregen.

🙂 Schreiben

Ich habe schon als Kind gerne geschrieben und das begleitet mich bis heute. Ich mag es, mich auf einen Text zu konzentrieren, die Hintergründe zu recherchieren und dann einfach zu schreiben. Dabei ist es erst einmal egal, ob es sich um eine Pressemeldung, einen Fachbeitrag, ein Interview, einen Blogbeitrag oder ein Konzept handelt. Ziel ist es immer, die Leser*innen mitzunehmen und Sachverhalte einfach zu erklären.

Trotzdem glaube ich, dass ein Job, in dem ich den Großteil meiner Zeit mit Schreiben verbringen würde, wie Content Editor, Autorin oder Journalistin, langfristig zu einseitig wäre – obwohl Journalistin lange ein Traumberuf für mich war! Hier habe ich darüber geschrieben, wie ich auf Umwegen zur PR gekommen bin.

🙂 Kooperation

Kooperation geht in eine ähnliche Richtung wie Punkt 1. Während ich im ersten Teil aber mehr die zwischenmenschlichen Beziehungen meine, die durch die Arbeit entstehen, geht es hier um die tatsächliche Zusammenarbeit mit anderen Teams. In den meisten Unternehmen hat PR viele Schnittstellen, was mir sehr gut gefällt.

Einerseits gibt es Teams wie Social Media oder die Content Editoren für den Unternehmensblog, die gemeinsam mit PR die externe Kommunikation verantworten. Für Kommunikationsunterlagen wie Fact Sheets oder Präsentationen arbeite ich mit den Corporate Designern und dem Brand Team. Zudem gibt es viele Teams, die Unterstützung in der internen Kommunikation in Anspruch nehmen, wie HR oder die Führungskräfte.

Gründe für PR Arbeit Teamwork

Nicht zuletzt finde ich es wichtig, dass ein*e PR-Manager*in alle Bereiche eines Unternehmens gut kennt, um überzeugend kommunizieren zu können. Mit welchen Teams PR-Manager*innen sich hierfür austauschen sollten, ist sicherlich in jedem Unternehmen unterschiedlich.

🙁 Vorurteile

Damit sind wir auch schon beim letzten Punkt angelangt – der einzige Nachteil, der mir für den Job eingefallen ist. Ich will gar nicht so weit gehen zu sagen, dass dies ein Grund ist, wieso ich nicht gerne in der PR arbeite. Ich schätze, dass die meisten Berufe mit dem einen oder anderen Vorurteil zu kämpfen haben und das einfach dazu gehört.

Studien belegen immer wieder, wie gering das Vertrauen der Öffentlichkeit in die PR ist. Wenn ich erwähne, dass ich in der PR arbeite, muss ich mir selbst schon oft verschiedene Vorwürfe anhören. Die wenigsten können sich vorstellen, wie der Alltag in einer seriösen PR-Abteilung oder Agentur aussieht und setzen PR mit Propaganda oder leerem Gerede gleich.

Sicherlich gibt es (wie in jeder Berufsgruppe) schwarze Schafe, auf die das zutrifft. Ich habe diese Schafe auch selbst schon getroffen: Agenturen und PR-Coaches, die stundenlange überteuerte “Workshops” ohne konkrete Ergebnisse anbieten. PRler*innen, die Unternehmen mit Halbwahrheiten in den Medien platzieren oder Unternehmensmeldungen mit leeren Phrasen füllen.

Aber es gibt auch viele, auf die das alles nicht zutrifft und ich würde mir wünschen, dass mehr Menschen sich erst mit der Branche auseinandersetzen bevor sie sich ein Urteil bilden. In der PR geht es in erster Linie darum, einen Dialog mit der Öffentlichkeit zu führen und nicht darum, etwas zu verschleiern oder mit leeren Worthülsen um sich zuschmeißen.


Was mögt ihr an eurer Arbeit – und was nicht? Ich freue mich auf eure Kommentare!

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