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PR from Hell – Teil 2: 7 weitere Dinge, die Journalist*innen hassen und wie du es besser machst

PR from Hell Teil 2

Letzte Woche haben wir uns bereits Teil 1 der Tweets rund um #PRfromHell angeschaut. Heute geht es mit Teil 2 und sieben neuen Fehlern weiter.

Unter dem Hashtag #PRfromHell teilen Journalist*innen Nachrichten, die sie von PR-Fachleuten bekommen haben – und die sie nerven. Persönlich finde ich die Tweets ebenso unterhaltsam wie lehrreich. Damit du aber nicht die gleichen Fehler machst, habe ich einige der Beiträge für dich zusammengetragen. Im Artikel erfährst, was die Journalist*innen am meisten nervt und wie du es besser machst!


Den ersten Beitrag zur PR aus der Hölle findest du hier.


1 | Falsches Thema

Magst du es, wenn andere deine Zeit verschwenden? Ich denke nicht. Genau so fühlt es sich aber für Journalist*innen an, wenn sie laufend mit unpassenden Themenvorschlägen überhäuft werden. Eine kurze Recherche zeigt, dass Frau Hegemann nicht über Gartencenter berichtet und Herr Beuth nicht über Kinder-Laufräder – und dennoch wurden sie für diese Themen kontaktiert.

PR from Hell Falsches Thema
PR from Hell Falsches Thema

Wie du es besser machst: Nimm dir die Zeit und schau dir Medien wirklich gut an. Finde heraus, worüber ein Magazin oder eine Zeitung berichtet und welche Journalist*innen für welche Themen verantwortlich sind. Wende dich dann mit einem Themenvorschlag an sie, der wirklich zu ihnen passt. So verschwendest du weder die Zeit der Journalist*innen, noch deine eigene.

2 | Vorgaben und Forderungen

Nachrichten wie „Einladung zur Berichterstattung“ oder „Wo auf gruenderszene.de können Sie auf [Produkt] hinweisen?“ rufen absolutes Unverständnis bei Journalist*innen hervor. Ebenso konkrete Vorgaben wie die Anzahl und Art der Links, die im Beitrag zu setzen sind. Zu Recht! Denn Medienarbeit hat nichts mit Vorgaben und Forderungen zu tun.

PR from Hell Forderung
PR from Hell Forderung
PR from Hell Forderung
PR from Hell Forderung
PR from Hell Forderung

Wie du es besser machst: Betrachte Journalist*innen nicht als deine kostenlosen Sprachrohre in die Welt, sondern begegne ihnen auf Augenhöhe. Schlag ihnen Themen vor, die gut zu ihnen und dem Medium passen und unterstütze sie wo möglich bei der Recherche für einen Beitrag. Aber verstehe, dass PR keine Werbung ist und es kein Recht auf eine Veröffentlichung gibt.

3 | Vorgefertigte Artikel

Vorgefertigte Artikel gehören auch in den Bereich der Vorgaben und Forderungen, aber sind vielleicht sogar noch ein Ticken schlimmer. Leider greifen viele PR-Agenturen und andere PR-Profis immer noch auf diese Methode zurück: Sie schreiben Artikel und Interviews über ihre Kund*innen selbst und bieten diese den Medien dann zur Veröffentlichung an.

PR from Hell Vorgefertigte Artikel

Wie du es besser machst: Das ist eine klare Grenzüberschreitung. Deine Aufgabe ist es, den Medien gute Geschichten anzubieten – und sie dann ihre Arbeit machen zu lassen. Wie der Beitrag inhaltlich aufgebaut und geschrieben wird, liegt vollkommen in den Händen der Redaktion.

Wenn du einen Beitrag über dich eins zu eins veröffentlichen willst, dann mach das lieber auf deinem Blog oder buche eine Werbeanzeige.

4 | Last-Minute Einladungen

Stell dir vor, ein Freund oder eine Freundin ruft dich an und lädt dich zu einer Feier ein. Die bereits am nächsten Tag stattfindet. Und alle anderen wurden schon vor drei Wochen eingeladen. Hättest du wirklich Lust, hinzugehen oder würdest du dich wie die zweite Wahl fühlen? Persönlich hätte ich keine Lust, die Lückenfüllerin für abgesprungene Gäste zu sein.

PR from Hell Last Minute Einladung

Wie du es besser machst: Auch hier geht es wieder darum, den Medien auf Augenhöhe zu begegnen und ihnen Wertschätzung entgegenzubringen. Wenn du ein Presse-Event planst, überleg dir frühzeitig, welche Medien du gerne dabeihaben willst. Verzichte darauf, andere Journalist*innen in letzter Sekunde einzuladen.

Die Zeit und Arbeit anderer Menschen wertzuschätzen und ihnen auf Augenhöhe zu begegnen, ist ein wichtiges Thema in der PR. Nicht nur wenn es (wie bei diesem Beispiel) um die Organisation von Events geht. Eines der Ziele von PR ist es, langfristige Beziehungen zu den Medien und der Öffentlichkeit aufzubauen. Das erreichst du nur, wenn du dein Gegenüber so behandelst, wie auch du behandelt werden willst.


Einen Beitrag über die Ziele und Zielgruppen von PR findest du hier.


5 | Nicht erreichbar sein

Nun hast du schon das Interesse eines/einer Journalist*in geweckt, aber sie können dir ihre Fragen nicht stellen. Das kostet nicht nur die Journalist*innen unnötig Zeit, sondern ist auch für dich eine verlorene Chance auf positive Berichterstattung.

PR from Hell Nicht erreichbar sein
PR from Hell Nicht erreichbar sein

Wie du es besser machst: Ganz einfach. Sei erreichbar – insbesondere, wenn du gerade eine Meldung an die Medien geschickt hast.

6 | Unprofessionelle Arbeit

You had one job” hat sich bei diesen Nachrichten sicherlich nicht nur Sarah Heuberger gedacht. Egal, wie neu, spannend oder hilfreich dein Themenvorschlag ist – wenn du ihn unprofessionell präsentierst, wirst du Journalist*innen nicht überzeugen.

PR from Hell Unprofessionelle Arbeit
PR from Hell Unprofessionelle Arbeit
PR from Hell Unprofessionelle Arbeit
PR from Hell Unprofessionelle Arbeit

Wie du besser machst: Nimm dir zwei Minuten bevor du auf „Senden“ klickst und lies deine Nachricht noch einmal durch. Gibt es peinliche Tippfehler? Sind die in der Nachricht versprochenen Anhänge auch angehängt? Sind es die richtigen Anhänge? Ist deine Nachricht auch mobil gut zu lesen? Medienarbeit hat viel damit zu tun, den Journalist*innen das Leben leichter zu machen. Je einfach es für sie ist, mit deinen Informationen zu arbeiten, desto eher wird auch ein Bericht daraus.

7 | Falsche Namen

Eine besonders peinliche Form der unprofessionellen Arbeit sind falsche Namen. Und zwar sowohl die Namen der Medienkontakte als auch der Medien. Jeder Mensch möchte gerne richtig angesprochen werden und Nachrichten erhalten, die persönlich für ihn oder sie bestimmt sind.

PR from Hell Falsche Namen
PR from Hell Falsche Namen
PR from Hell Falsche Namen
#PRfromHell Falsche Namen

Wie du es besser machst: Ich denke, das ist ganz offensichtlich. Kontrolliere vor dem Abschicken noch einmal, ob Name und E-Mail-Adresse übereinstimmen und auch sonst alles richtig benannt wird.


Du hast den ersten #PRfromHell-Beitrag verpasst? Hier kannst du ihn lesen.


Welcher dieser Fehler überrascht dich am meisten? Ich würde mich freuen, in den Kommentaren von dir zu hören!

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