fbpx

Schlechte PR-Beispiele: Das solltest du bei deiner Pressearbeit vermeiden  

Titelbild: Schlechte PR-Beispiele

Schlechte PR-Beispiele fallen mir tonnenweise ein. Leider! Denn es bedeutet, dass es viele fragwürdige Praktiken in meiner Branche gibt. Doch viel wichtiger als meine Meinung ist die Meinung der Journalist:innen: Mit ihnen willst du am Ende des Tages ja zusammenarbeiten, um mit deinem Unternehmen in der Presse zu erscheinen. Darum schauen wir uns in diesem Beitrag an, was die Journalist:innen zu sagen haben! 

Auf Twitter gibt es den Hashtag #PRfromHell. Unter diesem teilen Journalist:innen schlechte PR-Beispiele und Nachrichten, die sie bekommen. Ein paar davon habe ich ausgewählt und verrate dir, wo der Fehler liegt. Außerdem erfährst du, wie du es besser machst! 

1 | Du hast kein Thema 

Journalist:innen erhalten täglich zig Themenvorschläge und die meisten von ihnen sind für einen redaktionellen Beitrag absolut ungeeignet: Sie bestehen aus fadenscheinigen „Neuigkeiten“ oder sind reine Werbetexte für die Firmen. So ist das neue Design einer Kreditkarte definitiv keine spannende Meldung. Und ein ausverkauftes Eminem-Konzert sagt auch nichts über die Attraktivität von Hannover aus.  

Fünf schlechte PR-Beispiele für fragwürdige Themenvorschläge  

Wie das Beispiel von Hannover und Eminem schon zeigt: Mach dir Gedanken über den Zusammenhang deiner Meldung an die Presse. Es ist super, wenn du einen guten Aufhänger für deine Pressearbeit hast – doch er muss auch wirklich Sinn machen!  

Drei schlechte PR-Beispiele für fehlende Aufhänger  

Wie du es besser machst: Pressearbeit ist keine Werbung. Wenn du redaktionell (also kostenlos) in der Presse erscheinen willst, brauchst du Themenvorschläge, über die es sich zu berichten lohnt! Das schaffst du mit Themen, die den Medien einen echten Mehrwert geben und in einem sinnvollen Kontext erscheinen.  


Welche Themen für die Presse geeignet sind und wie du Feier- und Aktionstage sinnvoll für deine Pressearbeit nutzt, erfährst du in der Kategorie PR-Ideen.  


2 | Dein Timing ist schlecht   

Neben dem richtigen Aufhänger ist auch das richtige Timing wichtig. Denn nicht jede Geschichte funktioniert zu jeder Zeit. Die im Tweet beschriebene Presseinformation wurde beispielsweise versendet, während Covid-19 täglich Hunderte von Menschen in Italien das Leben kostete. Zudem ist „La Dolce Vita“ in Bezug auf Italien schon so abgedroschen, dass es sich generell nicht als Überschrift für Pressemitteilungen eignet.  

Ein schlechtes PR-Beispiel für unpassendes Timing  

Wie du es besser machst:  Überleg dir gut, wann du deine Nachricht an die Presse verschickst. Grundlegend wäre März kein schlechter Zeitpunkt, um Italien als beliebtes Urlaubsziel in den Medien zu positionieren. Allerdings ist es nicht sinnvoll, an Themenplänen festzuhalten, wenn die äußeren Umstände sich komplett geändert haben. 

3 | Dein Pitch ist langweilig   

Der erste Eindruck zählt – das gilt auch für deine Pressearbeit und vor allem für Nachrichten an Journalist:innen! Bei einem Themenvorschlag entscheiden sie nach den ersten Sätzen, ob das Thema interessant ist oder nicht. Plattitüden und Altbekanntes sind somit als Intro ungeeignet.  

Drei schlechte PR-Beispiele für langweilige Intros 

Wie du es besser machst:  Komm auf den Punkt. Halte dich nicht mit langen Einleitungen auf oder wiederhole bereits bekannte Informationen. Alles, was Journalist:innen schon wissen, kannst du direkt streichen. 


Du fragst dich, was du Journalist:innen schreiben kannst? Im PR-Fokus-Kurs „Richtig pitchen“ erfährst du, wann und wie du Journalist:innen am besten kontaktierst und wie du einen wirklich guten Themenvorschlag formulierst.  


4 | Du schreibst in Phrasen   

Kennst du das: Du liest einen Artikel oder eine E-Mail und merkst am Ende, dass du gar nichts verstanden hast? Eigentlich hast du aber auch keine Lust den Text nochmal Wort für Wort durchzugehen. Exakt so geht es Journalist:innen, wenn Pressemitteilungen oder E-Mails unnötig aufgebläht sind oder nur leere Phrasen enthalten.  

Zwei schlechte PR-Beispiele für aufgeblasene Texte 

Drei schlechte PR-Beispiele für leere Phrasen  

Wie du es besser machst: Verständliche Texte sind das A und O. Schmück deine Texte nicht mit unverständlichen Begriffen, Schachtelsätzen oder extrem werblichen Adjektiven. Viel wichtiger ist es, dass die Journalist:innen dich auf Anhieb verstehen. Sonst läufst du nämlich Gefahr, dass deine Nachricht anstatt in der Öffentlichkeit, in der Mülltonne landet. 

5 | Du meldest dich bei der falschen Person   

Magst du es, wenn andere deine Zeit verschwenden? Ich denke nicht. Genau so fühlt es sich aber für Journalist:innen an, wenn sie laufend mit unpassenden Themenvorschlägen überhäuft werden. Eine kurze Recherche zeigt, dass Frau Hegemann nicht über Gartencenter berichtet und Herr Beuth nicht über Kinder-Laufräder – und dennoch wurden sie für diese Themen kontaktiert, wie du in den Tweets lesen kannst. 

Zwei schlechte PR-Beispiele für das falsche Thema  

Wie du es besser machst: Nimm dir Zeit und schau dir Medien wirklich gut an. Finde heraus, worüber ein Magazin oder eine Zeitung berichtet und welche Journalist:innen für welche Themen verantwortlich sind. Wende dich dann mit einem Themenvorschlag an sie, der wirklich zu ihnen passt. So verschwendest du weder die Zeit der Journalist:innen, noch deine eigene. 

6 | Du kommunizierst nicht auf Augenhöhe  

Journalist:innen sind so einiges gewohnt: Von fertigen Artikeln, die sie „genau so übernehmen und publizieren dürfen“ bis zur gnädigen „Einladung zur Berichterstattung“. Erfolgreich ist diese Art der Pressearbeit jedoch nicht!  

Es ist nicht die Aufgabe von Journalist:innen, vorgefertigte Texte zu veröffentlichen. Im Gegenteil: Es zeigt ihnen nur, dass du ihre Arbeit nicht wertschätzt und versucht, sie für deine Zwecke zu instrumentalisieren.  

Fünf schlechte PR-Beispiele für Vorgaben und Forderungen  

Schlechte PR-Beispiele für Last-Minute Einladungen und vorgefertigte Artikel 

Wie du es besser machst: Pressearbeit funktioniert nur gut, wenn du auf Augenhöhe mit den Redaktionen zusammenarbeitest. Vorgefertigte Artikel, Last-Minute-Einladungen zu Pressekonferenzen und unverschämte Forderungen haben damit nichts zu tun. Du bietest den Medien dein Thema an: Aber es liegt bei den Redaktionen, ob und wie sie es veröffentlichen.  

7 | Du arbeitest ungenau  

Egal, wie neu, spannend oder hilfreich dein Themenvorschlag ist – wenn du ihn unprofessionell präsentierst, wirst du Journalist:innen nicht überzeugen. Neben falschen Anhängen und falschen Namen machen auch Tippfehler einfach einen unprofessionellen Eindruck.  

Fünf schlechte PR-Beispiele für unprofessionelle Arbeit 

Wie du es besser machst: Nicht sofort auf „Senden“ klicken! Nimm dir die Zeit und überprüfe: Sind alle Anhänge vorhanden? Hast du irgendwo Tippfehler? Wendest du dich an die richtigen Medien und verwendest du die korrekten Namen der Journalist:innen? Niemand ist perfekt und das erwartet auch niemand von dir – aber versuche, deine Fehlerquote so niedrig wie möglich zu halten.  

8 | Du fasst nach   

„Nachfassen“ bedeutet, dass du ein bis zwei Tage nach dem Versand bei den Journalist:innen anrufst und fragst, ob deine Meldung veröffentlicht wird. Das ist nicht nur sinnlos, sondern auch total unangenehm!  

In meinem ersten PR-Job musste ich immer alle Pressemitteilungen nachfassen und habe es gehasst! Die meisten Journalist:innen haben mir direkt zu verstehen gegeben, was sie von diesen Anrufen halten. Und du siehst es auch an den vielen #PRfromHell-Tweets, die ich zu dem Thema gefunden habe. 

Vier schlechte PR-Beispiele für das Nachfassen von Pressemitteilungen 

Wie du es besser machst: Wenn du einen persönlichen Themenvorschlag verschickst, finde ich es absolut in Ordnung nach einer knappen Woche per Mail noch einmal nachzuhaken. Denn tatsächlich können E-Mails mal übersehen werden. Doch wenn du eine unpersönliche Pressemeldung an einen großen Verteiler schickst (wovon ich dir generell abrate): Dann lass das Nachfassen am besten sein!  

9 | Nicht erreichbar sein   

Das Gegenteil von Nachfassen ist es, wenn du eine Presseinfo verschickst und dann nicht erreichbar bist: Nun hast du schon das Interesse einer Redaktion geweckt, aber sie können dir ihre Fragen nicht stellen. Das kostet nicht nur die Journalist:innen unnötig Zeit, sondern ist auch für dich eine verlorene Chance auf positive Berichterstattung. 

Zwei schlechte PR-Beispiele für fehlende Erreichbarkeit 

Wie du es besser machst: Ganz einfach. Sei erreichbar – insbesondere, wenn du gerade eine Meldung an die Medien geschickt hast. 


Genug von schlechten Beispielen! Wie du präzise Pitch-E-Mails schreibst und dein Thema zur richtigen Zeit in einer Redaktion vorschlägst, erfährst du im PR-Fokus-Kurs „Richtig pitchen“.  


Teile diesen Beitrag

Du willst in die Presse, aber weißt nicht wie?

Kein Problem! Ich bin überzeugt, dass jede:r lernen kann, wie gute Pressearbeit funktioniert. Hier erfährst du, wie ich dich dabei unterstützen kann. Oder informier dich hier, wie du deine PR-Arbeit komplett an mich abgeben kannst. 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Deine wöchentlichen PR-Tipps

Meld dich jetzt zu meinem Newsletter an und erhalte jede Woche kostenlose PR-Tipps in deinem Postfach. Als Willkommensgeschenk schicke ich dir direkt meinen PR-Guide mit den sechs Schritten für erfolgreiche Pressearbeit.