Ist euch auch schon einmal aufgefallen, dass zu bestimmten Themen immer die gleichen Menschen in der Presse zitiert werden? Natascha Wegelin, auch bekannt als Madame Moneypenny, ist hierfür ein gutes Beispiel: Wenn es um Vermögensaufbau und Altersvorsorge für Frauen geht, ist sie dank ihrer klaren Expertenpositionierung eine beliebte Interviewpartnerin für Medien von Bento bis Tagesspiegel. Sie ist nicht die Einzige, die Frauen hilft, ihre Finanzen in den Griff zu kriegen. Aber sie spricht öffentlich darüber und baut so ihren Expertenstatus laufend aus.
Wie könnt auch ihr euch eine ebenso stake Expertenpositionierung aufbauen? In diesem Beitrag erfahrt ihr, wie ihr es schafft, als Expert:innen in den Medien zu erscheinen und warum das überhaupt wichtig ist.
Das erwartet dich in diesem Artikel:
- Warum eure Expertenpositionierung wichtig ist
- 5 Wege, um eure Expertenpositionierung für die Medien zu stärken
- Fazit: So baut ihre eure Expertenpositionierung aus
Warum eure Expertenpositionierung wichtig ist
Als Unternehmen kennt ihr euch ausgezeichnet in eurer Branche aus und habt ein Expertenwissen, das andere Menschen nicht haben. Euer Weg zum Expertenstatus beginnt, indem ihr dieses Wissen in den Medien teilt.
Dafür wählt ihr am besten eine Person aus dem Unternehmen aus, die den Medien zukünftig als Expert:in für Anfragen und Interviews zur Verfügung steht. Das kann zum Beispiel die Geschäftsleitung sein. Durch das geteilte Expertenwissen werdet ihr sichtbarer und stärkt eure Expertenpositionierung.
Der daraus entstehende Effekt nennt sich „Social Proof“: Es bedeutet, dass Menschen sich auf die Beurteilung anderer verlassen. Da die Medien an eurem Expertenwissen interessiert sind, nimmt auch eure Zielgruppe euch als glaubwürdig und kompetent wahr.
5 Wege, um eure Expertenpositionierung für die Medien zu stärken
Um diesen Expertenstatus zu erreichen, müsst ihr den Medien erstmal als Expert:innen bekannt sein. Aber wie macht ihr sie auf euch aufmerksam? Dafür gibt es fünf verschiedene Wege.

1 | Blogs: Der Blick in die Zukunft
Ein Blog ist eine der einfachsten Möglichkeiten für eure Expertenpositionierung: Einer Studie von newsaktuell zufolge nutzen 78% der Journalist:innen Suchmaschinen für ihre Recherchen. Nur persönliche Gespräche (88%), Pressemeldungen (86%) und Vor-Ort-Recherche (78%) werden noch mehr genutzt. Es muss also euer Ziel sein, bei Recherchen innerhalb eurer Branche unter den ersten Ergebnissen der Suchmaschine sowie in den KI-Zusammenfassungen zu erscheinen.
Thought Leadership für eure Expertenpositionierung
Dabei kommt es vor allem auf den Inhalt an: Schreibt nicht nur über Themen, die auf jedem Blog zu finden sind. Dadurch werdet ihr nicht hervorstechen und ob die Medien sich für euch oder eure Konkurrenz entscheiden, wird zur reinen Glückssache. Teilt Beiträge, die die akuten Probleme eure Zielgruppe lösen und geht darüber hinaus.
Das Stichwort hier lautet „Thought Leadership”. Das bedeutet, dass ihr eine Vordenkerrolle einnehmt und Fragen beantwortet, die sich eure Zielgruppe vielleicht noch gar nicht stellt. Dabei besprecht ihr nicht nur aktuelle Branchentrends, sondern denkt auch schon an die Zukunft. Dieses Expertenwissen und der Mut, Themen anzusprechen über die noch nicht viel bekannt ist, hebt euch hervor und machen euch für die Medien attraktiv.
Eine klare Expertenpositionierung stärkt eure Marke. Wie ihr das Personal Branding eurer Mitarbeitenden oder der Geschäftsführung in eurem Unternehmen nutzt, erfahrt ihr in diesem Beitrag.
Podcasts und Videoformate als Alternative
Wenn das regelmäßige Schreiben von Texten für euch nicht in Frage kommt, fühlt ihr euch vielleicht mit einem Podcast oder Videoformat wohler. Achtet dann aber darauf, den Inhalt in der Videobeschreibung oder in den Shownotes zusammenzufassen: So können Journalist:innen euch finden und entscheiden, ob sich euer Beitrag für sie lohnt. Um „einfach so“, eine lange Podcastfolge zu hören oder ein Video anzuschauen, fehlt ihnen die Zeit.
2 | Whitepaper: Case Studies und Ratgeber
Sozusagen die gesteigerte Form des einfachen Blogs sind Whitepaper. Dabei handelt es sich um Case Studies, Forschungsergebnisse und Ratgeber, die wirklich in die Tiefe gehen. In ihnen teilt ihr eure Expertise und Fachinformationen zu einem spezifischen Thema.
Whitepaper gibt es oft nur zum Download, wenn Interessierte sich mit ihrer E-Mail-Adresse anmelden. Um trotzdem gut gefunden zu werden, gebt ein paar Informationen schon vorab preis: Newsaktuell, ein Anbieter für PR-Tools, der Whitepaper sehr geschickt für die eigene Expertenpositionierung einsetzt, teilt im Blog zum Beispiel eine Zusammenfassung des Themas. Alle Details und Zahlen gibt es aber nur im Whitepaper. So baut ihr ganz nebenbei noch eure Mailingliste mit Kontakten aus eurer Zielgruppe auf.
3 | Studien & Umfragen: Ein echtes Alleinstellungsmerkmal für eure Expertenpositionierung
Durch eure Community und Kund:innen habt ihr Kontakt zu einer ganz spezifischen Gruppe von Menschen. Nutzt dies und führt eine Studie unter ihnen durch. Die Global Women in PR untersuchen beispielsweise den Status Quo und die Bedürfnisse von Frauen in der PR-Branche. InterNations, eine Community für Auswander:innen, die wir bereits bei der PR unterstützt haben, spezialisiert sich mit der Expat Insider Studie auf das Leben und Arbeiten im Ausland und das Job-Portal StepStone veröffentlicht regelmäßig einen Gehaltsreport. Alle genannten Studien werden jedes Mal in den Medien besprochen und festigen so den Expertenstatus der jeweiligen Organisation.
Wenn ihr eine Plattform betreibt, auf der Nutzer:innen sowieso regelmäßig Daten hinterlassen, könnt ihr euch kununu zum Vorbild nehmen. Die Arbeitgeber-Bewertungsplattform wertet regelmäßig die Kommentare ihrer User zu einem bestimmten Thema aus und ermittelt so, wo Mitarbeitende am glücklichsten sind oder welche Benefits sie sich von den Unternehmen wünschen. Das ist nicht nur für die Unternehmen selbst interessant, sondern wird auch regelmäßig von der Presse aufgegriffen.
Kleinere Umfragen als Alternative
Es muss nicht immer ein großer Studienreport sein: Auch kleinere Umfragen können spannende Ergebnisse hervorbringen. Recherchiert einmal, welche Studien es in eurer Branche bereits gibt. Findet dann ein Thema, das nicht schon von zig anderen Unternehmen untersucht wird, aber dennoch für die Öffentlichkeit von Interesse ist. Das Start-up people who kaer, für die wir bereits die PR-Arbeit übernommen haben, befragte beispielsweise 550 Hundehalter:innen in Deutschland zu ihrer Beziehung zu ihrem Hund. Mit den Ergebnissen erschienen sie unter anderem im Tiermagazin pet und dem Branchenforum für Haustiere.
Insgesamt ist eine Studie oder Umfrage natürlich mit viel Aufwand und Kosten verbunden. Aber mit dem richtigen Thema, lohnt es sich und kann zum echten USP für die Medien und damit für eure Expertenpositionierung werden.
4 | Social Media: Inhalte für die Presse
Vermutlich habt ihr schon einen oder mehrere Social-Media-Accounts für euer Unternehmen. Wie wäre es, wenn ihr auf diesen auch Inhalte teilt, die für die Medien interessant sind? Während Alltagstipps und Mitmach-Aktionen für eure Kund:innen einen Mehrwert liefern, sind sie für die Medien weniger relevant.
Journalist:innen interessieren sich eher für Branchen-Insights und Neuigkeiten aus eurem Unternehmen – richtig aufbereitet können diese aber auch für eure Kundschaft spannend sein. So schlagt ihr zwei Fliegen mit einer Klappe: Ihr zeigt eurer Zielgruppe, dass ihr wirklich Ahnung von eurer Branche habt und macht euch sichtbar für die Medien.
Eine Studie von Cision zeigte, wie wichtig soziale Netzwerke für die Recherche sind: 51% der Journalist:innen gaben 2025 an, sie dafür zu nutzen. Dabei stehen LinkedIn (59%), Facebook (53%), Instagram (51%) und Twitter (39%) ganz oben auf der Liste.
Ein eigener Presse-Kanal?
Einige Unternehmen haben sogar mehrere Accounts pro Social-Media-Plattform, um den verschiedenen Zielgruppen gerecht zu werden und die Expertenpositionierung zu stärken. So teilen sie auf einem Presse-Account Informationen, die für die Medien interessant sind, und richten sich mit einem anderen Account an ihre eigentliche Zielgruppe.
Für kleinere Unternehmen lohnt sich das aber nicht. Überlegt euch lieber, wie ihr die Expertenthemen so aufbereiten könnt, dass sie für beide Zielgruppen relevant sind.
5 | Persönlich: Stellt euch den Medien vor
Mit euren Inhalten auf Blogs bis Social Media nutzt ihr alle Möglichkeiten, um von den Medien gefunden zu werden. Der effektivste Weg für eine Expertenpositionierung in der Presse ist es aber, wenn ihr euch selbst bei den Redaktionen vorstellt! Denn solange die Medien nicht wissen, dass es euch gibt, können sie auch nicht ahnen, dass ihr Expert:innen für eure Branche seid.
Sucht euch für den Anfang ein paar Medien heraus, die für euer Unternehmen relevant sind und die regelmäßig über eure Branche berichten. Findet heraus, welche Journalist:innen für Beiträge über euer Expertenthema verantwortlich sind und kontaktiert sie mit einem konkreten Pitch mit Themenvorschlag. Macht in eurer Nachricht klar, wo genau euer Expertenwissen liegt, welchen Mehrwert es der Leserschaft des Mediums bietet, und wer im Unternehmen für ein Interview oder Gastbeitrag zur Verfügung steht.
Wenn ihr unsicher seid, welche Themen für die Presse wirklich interessant sind und wie ihr die Redaktionen am besten kontaktiert, übernehmen wir das gern. Lasst uns in einem unverbindlichen Erstgespräch besprechen, wie eure Expertenpositionierung in der Presse aussehen kann. Hier könnt ihr euch einen Termin buchen.
Selbst wenn sich nicht direkt ein Artikel ergibt: Viele Journalist:innen sammeln spannende Kontakte mit Expertenwissen und kommen auf sie zurückkommen, wenn sie ein passender Beitrag ansteht.
Warum Pressearbeit sich noch für euer Unternehmen lohnt, erfährt ihr in diesem Beitrag.
Fazit: So baut ihre eure Expertenpositionierung aus
Expert:innen für die Medien werdet ihr nicht über Nacht. Es dauert, bis ihr euch eine Reputation aufgebaut habt, und die für euch relevanten Medien wissen, bei welchen Themen ihr ihnen helfen könnt. Wenn ihr aber in den ersten Beiträgen als Expert:innen aufgetreten seid, kann das schnell einen Schneeballeffekt haben: Jeder Beitrag macht euch bekannter, festigt eure Expertenpositionierung und neue Journalist:innen, die für ihre Artikel recherchieren, lernen euch als kompetentes Unternehmen für eure Branchekennen.

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