Pressearbeit und Medienkooperationen: Welche Wege gibt es?

Feldweg mit zwei Abzweigungen

Pressearbeit und Medienkooperationen bieten viele verschiedene Wege, um in die Medien zu kommen. Der klassische Weg ist Pressearbeit, die zu Artikeln und Interviews führt. Du kannst aber auch selbst Gastbeiträge schreiben oder deine Produkte für Tests und Rezensionen anbieten. Bei all diesen Möglichkeiten handelt es sich um rein redaktionelle Beiträge, die unbezahlt erscheinen. Die Medien berichten über deine Themen, weil sie finden, dass sie für ihre Lesenden relevant sind.

Eine andere Option sind Medienkooperationen. Das können zum Beispiel Gewinnspiele, Umfragen oder Partnerschaften für Veranstaltungen sein. Eine Medienkooperation funktioniert nur, wenn beide Seiten von der Zusammenarbeit profitieren. Bei redaktionellen Beiträgen profitieren zwar auch beide Seiten – du erscheinst mit deinem Thema in der Presse und die Presse hat dafür ein spannendes Thema – aber für eine Kooperation braucht es noch etwas mehr.

Medienkooperationen vs. Werbung

Im Gegensatz zu rein redaktionellen Beiträgen sind Medienkooperationen meist auch mit einem finanziellen Aufwand verbunden. Da das Medium aber von der Zusammenarbeit mit dir profitiert, ist dieser deutlich geringer als bei einer Werbeanzeige. Hinzu kommt, dass im Zuge einer Medienkooperation in der Regel auch redaktionelle Berichte über dich erscheinen. Diese haben eine höhere Glaubwürdigkeit und sprechen deine Zielgruppe besser an als Werbeanzeigen.

3 Wege für Pressearbeit

1 | Artikel und Interviews

Der vermutlich „klassischste Weg“ in der Pressearbeit ist es, Artikel und Interview in den Medien zu platzieren. Hierfür brauchst du ein gutes Thema, das für deine Zielmedien so interessant ist, dass sie darüber berichten wollen. Das kann eine Neuigkeit, dein Expertenwissen oder eine unterhaltende Geschichte sein.

Frau arbeitet an Laptop

Gerade bei großen Medien, die stark umkämpft sind, kann es sich lohnen, ein exklusives Angebot zu machen. Dabei lässt du deine Informationen nur dem einen ausgewählten Medium zukommen, die exklusiv darüber berichten. Fahre hierbei keinesfalls zweigleisig und halte dich strikt an die Abmachungen. Eine einmalige Veröffentlichung in mehreren Medien ist es nicht wert, die gute Beziehung mit einem/einer Journalist*in aufs Spiel zu setzen.

2 | Gastbeitrag

Während redaktionelle Beiträge immer von den Journalist*innen selbst geschrieben werden, wirst du bei einem Gastbeitrag selbst zur/zum Autor*in. Gastbeiträge sind nicht in allen Medien möglich: In der Regel findest du direkt auf der Website heraus, ob Beiträge angenommen werden und welche Voraussetzungen dein Text erfüllen muss.

Besonders in Fachmagazinen sind Gastbeiträge sehr beliebt. Sie eignen sich gut, um dich als Expert*in in deiner Branche zu positionieren und dein Wissen mit deiner Zielgruppe zu teilen.


Wie du dich als Expert*in in den Medien positionierst, erfährst du in diesem Beitrag.


3 | Produkttests und Rezensionen

Bei einem Produkttest oder einer Rezension lässt du dein Produkt oder deine Dienstleistung einer Redaktion kostenlos zum Test zukommen. Sie veröffentlichen entweder eine einzelne Bewertung oder vergleichen es mit mehreren Angeboten in einer Branche.

Tests eignen sich nicht für alle Unternehmen, denn natürlich brauchst du auch etwas, dass sich gut testen lässt. Vor allem in Medien rund um Sport und Gesundheit sowie Beauty und Kosmetik sind Tests und Vergleiche sehr beliebt. Es können (technische) aber auch Geräte, z.B. für die Küche, den Garten oder das Büro, sowie Spiele oder Bücher sein. Zudem lassen sich auch Dienstleistung, wie Lieferservices, oder digitale Produkte, wie Apps und Anwendungen, testen. Zuletzt werden Testbesuche von Redakteur*innen in der Gastronomie- und Tourismusbranche viel genutzt.

Kellner serviert leckeres Essen

Ähnlich wie Gastbeiträge, sind Produkttests und Rezensionen nicht in jedem Medium möglich. Achte einfach mal darauf, ob bereits andere Produkte oder Dienstleistungen getestet wurden. Dann weißt du auch direkt, an wen du dich mit deinem Angebot wenden musst.

Tests und Rezensionen sind eine der besten Beitragsarten in der Presse, da sie einer Empfehlung der Redaktion gleichkommen. Jedoch muss dir klar sein, dass sie nicht automatisch positiv ausfallen. Die Tester*innen in der Redaktion bewerten dein Produkt oder deine Dienstleistung objektiv und teilen ihre Meinung in einem Beitrag. Dabei macht es keinen Unterschied, ob sie sich für den Test entschieden haben oder ob du ihn aktiv angeboten hast.


Viele weitere Instrumente für deine PR-Arbeit findest du in diesem Beitrag.


3 Wege für Medienkooperationen

4 | Gewinnspiele und Verlosungen

Eine der einfachsten Möglichkeiten für eine Medienkooperation sind Gewinnspiele und Verlosungen. Dabei tritt dein Unternehmen entweder als Organisator oder als Sponsor auf. In beiden Fällen stellst du ein kostenloses Produkt oder einen Gutschein zur Verfügung und wirst dafür als Medienpartner genannt. Das kann alles sein von einem Buch bis hin zu einer Reise – je nach Medium und den Nennungen, die du im Gegenzug erhältst.

Als Sponsor kannst du Teil eines Rätsels oder einer Mitmach-Aktion im Medium sein. Viele Medien organisieren auch Adventskalender, bei denen mehrere Unternehmen mitmachen. In der Regel wird das Unternehmen kurz vorgestellt und im Umfeld des Gewinnspiels abgebildet.

Pressearbeit und Medienkooperationen: Zeitung mit Kreuzworträtsel

Wenn du die Reichweite des Mediums für dein eigenes Gewinnspiel nutzen willst, kommen in der Regel noch weitere Kosten für die Veröffentlichung auf dich zu. Diese sind aber niedriger als bei einer reinen Werbeanzeige, da das Gewinnspiel für die Lesenden attraktiv ist.

5 | Umfragen und Ratings

Eine spannende Art der Medienkooperation sind Umfragen und Ratings. In diesem Fall werden die Umfragen von dir erstellt und (zusätzlich zu deinen Kanälen) über das Medium geteilt. Du profitierst dabei von der Reichweite des Mediums, um mehr Umfrageteilnehmer*innen zu gewinnen. Das Medium könnte im Gegenzug einen Teil der Fragen exklusiv erhalten oder eigene Fragen einbringen.

Voraussetzung ist, dass das Thema der Umfrage für beide Seiten interessant ist. Daher eignen sich vor alle Fach- und Special-Interest-Medien sowie lokale und regionale Medien für diese Kooperation.

6 | Medienpartner für Events

Medienpartner für dein Event zu gewinnen, ist sicherlich eine der schwersten Arten der Medienkooperation. Jährlich werden unzählige Events – online nun sogar noch mehr – veranstaltet und die Medien wählen gut aus, wo sie als Partner auftreten möchten.

Pressearbeit und Medienkooperationen: Menschen sitzen zusammen

Ähnlich wie bei den Umfragen profitierst du von der Reichweite des Mediums, um mehr Menschen auf dein Event aufmerksam zu machen. Im Gegenzug wird das Medium überall als Medienpartner genannt und erhält in der Regel einen weiteren Vorteil. Das kann zum Beispiel ein vergünstigter Eintritt oder ein besonderes Extra für die Lesenden des Mediums sein.

Ebenfalls wie bei den Umfragen, ist es auch hier wichtig, dass das Thema des Events zum Medium passt. So kann zum Beispiel eine Fachzeitschrift für Hunde als Partner auf einer Tiermesse auftreten oder eine regionale Tageszeitung auf der Jobmesse der Region.


Hast du schon mal eine Medienkooperation umgesetzt? Mit welchem Medium war das und wie ist es gelaufen? Teile deine Erfahrung in den Kommentaren!

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