Das sind die Vor- und Nachteile von Pressearbeit 

Titelbild Vorteile Pressearbeit 

Pressearbeit gehört zu einer guten Marketingstrategie einfach dazu: Denn Pressearbeit bringt einige Vorteile mit sich, die andere Kommunikationskanäle dir und deinem Unternehmen nicht bieten. Aber, machen wir uns nichts vor, wie jeder Kanal hat auch Pressearbeit seine Schattenseiten.  

Jeweils drei Vor- und Nachteile von Pressearbeit verrate ich dir in diesem Beitrag. 

1 | Vorteil: Hohe Reichweite 

Print ist tot! Sicherlich hast du diese Aussage schon gehört. Sie hält sich seit Jahren hartnäckig – und dennoch werden täglich zig Zeitungen und Magazine gedruckt und es kommen sogar neue Formate auf den Markt.  

Die Medienlandschaft hat sich in den letzten Jahren verändert und wird das auch weiterhin tun: Doch die Reichweite der Medien ist noch immer extrem hoch. Schauen wir uns doch einmal die Auflagen einiger beliebter Printmedien in Deutschland an:  

  • Frankfurter Allgemeine Zeitung: 201.700 Exemplare jeden Tag  
  • Spiegel-Magazin: 705.600 Exemplare jede Woche  
  • Magazin „Eltern“: 118.700 Exemplare jeden Monat  

Das auflagenstärkste Magazin in Deutschland ist übrigens die Apotheken Umschau: Sie wird alle zwei Wochen über 9 Millionen Mal gedruckt.  

Und bisher haben wir nur über Printformate gesprochen: Zur Pressearbeit gehört aber auch die Zusammenarbeit mit Online-Zeitungen, Online-Magazinen, Radio und TV ebenso wie Blogs und Podcast. Und auch hier sind die Zugriffszahlen hoch, zum Beispiel:  

  • Frankfurter Allgemeine Zeitung: 43 Millionen Website-Besucher:innen pro Monat 
  • Spiegel-Magazin: 103 Millionen Website-Besucher:innen pro Monat 
  • Magazin „Eltern“: 907.000 Website-Besucher:innen pro Monat 

Diese Reichweite musst du dir auf Social Media oder mit deinem eigenen Blog erstmal aufbauen. Mit guter Pressearbeit kannst du sie für dich nutzen und auf einen Schlag viele Menschen erreichen.  

Vorteile Pressearbeit Expertenkonzept

2 | Vorteil: Starke Expertenpositionierung  

Kennst du den Unterschied zwischen Werbung und PR? Am einfachsten erklärt, ist das an diesem Beispiel: Ein Mann will eine Frau von sich überzeugen und erzählt ihr, was für ein toller Kerl er ist. Das ist Werbung. Wenn die Frau aber von ihren Freundinnen hört, was für ein toller Kerl er ist, dann ist das PR. 

In der PR geht es darum, dass du andere über dich sprechen lässt: Das hat eine ganz andere Wirkung auf deine Zielgruppe und macht dich glaubwürdiger. Besonders gut funktioniert das, wenn du dein Wissen in der Presse teilst.  

Denn jede:r kann auf dem eigenen Blog oder auf Social Media behaupten, Expert:in zu sein. Doch wenn die Medien an deiner Expertise interessiert sind, nimmt auch deine Zielgruppe dich automatisch stärker als Expert:in auf deinem Gebiet wahr. Besonders geeignet für die Expertenpositionierung sind Interviews und Gastbeiträge.  


Wie du mit einem Gastbeitrag in der Presse erscheinst, erfährst du in diesem Beitrag.


  

3 | Vorteil: Niedrige Kosten  

Ein weiteres Gerücht, dass sich hartnäckig hält: PR ist teuer! Ja, es stimmt, eine PR-Agentur zu engagieren, ist nicht kostenlos. Doch genauso verlangt eine Werbe-Agentur für ihre Dienstleistung einen Preis.  

Der Unterschied: Bei der Werbung zahlst du nicht nur für die Agentur, sondern auch nochmal für deine Anzeige in der Presse. Zum Vergleich schauen wir einmal an, was eine Anzeige in den vorhin genannten Medien kostet:  

  • Frankfurter Allgemeine Zeitung: eine Seite ab 78.800€ (abhängig von Platzierung und Wochentag; Quelle)  
  • Spiegel-Magazin: eine Seite im Innenteil für 91.800€ (Quelle
  • Magazin „Eltern“: eine Seite für 36.200€ (Quelle

Das ist sehr viel Geld für eine einmalige Veröffentlichung, oder? Kein Wunder, dass die Anzeigen vor allem von großen Unternehmen und Weltkonzernen gebucht werden. Redaktionelle Beiträge dagegen sind immer kostenlos. Ein großer Vorteil für kleine Unternehmen und Start-ups mit einem geringen Marketingbudget.  


Wer sich auch die Kosten für eine PR-Agentur sparen möchte, kann die Pressearbeit problemlos selbst in die Hand nehmen. Wie das geht, verrate ich dir Schritt für Schritt im begleiteten Onlinekurs PresseStart.  


4 | Nachteil: Zeitintensiv 

Kommen wir zu den Nachteilen von Pressearbeit: Eine hohe Reichweite, starke Expertenpositionierung und niedrige Kosten gibt es nicht ganz ohne Arbeit.  

Tatsächlich kann es recht zeitintensiv sein, passende Journalist:innen zu recherchieren und mit einem guten PR-Pitch zu kontaktieren. Vor allem zu Beginn, wenn du dich in der Medienwelt noch nicht so gut auskennst, wirst du hierfür Zeit und Durchhaltevermögen brauchen.  

Vor- und Nachteile von Pressearbeit: Frau nutzt Social Media am Handy und Laptop

Andererseits: Hast du mal zusammengerechnet, wie viel Zeit du jeden Monat in deine Social-Media-Kanäle, deinen Blog oder andere Kanäle steckst? Das ist sicherlich auch nicht wenig!  

Zudem musst du nicht 50 Journalist:innen in einer Woche kontaktieren: Nimm dir beispielsweise vor, jede Woche zwei neue Kontakte zu recherchieren und ihnen ein Thema vorzuschlagen. So bleibt der Zeitaufwand überschaubar und du erscheinst über das Jahr regelmäßig in der Presse. Das ist viel besser als ein großer Knall und dann wieder Monate nichts.  

5 | Nachteil: Keine Garantie 

Ein großer Vorteil von Social-Media-Posts, Blogbeiträgen und Podcast-Episoden: Wenn du das Format erstellst, wird es mit Sicherheit auch veröffentlicht. Denn du hast es selbst in der Hand!  

Ebenso ist es bei der Werbung: Wie bei Punkt 3 gezeigt, zahlst du für Werbeanzeigen einen hohen Preis – dafür entscheidest du aber auch, wie deine Anzeige im Detail aussehen wird.  

Bei der Pressearbeit sieht das anders aus, denn hier haben die Journalist:innen das letzte Wort. Sie entscheiden, was veröffentlicht wird und du musst sie erst einmal von deinem Thema überzeugen. Das gelingt dir am besten, indem du auf plumpe Eigenwerbung verzichtest und Themen bietest, die den Leser:innen einen Mehrwert bieten.  

Tatsächlich macht gerade das, Berichte in der Presse auch so wertvoll: Nicht jede:r schafft es in die großen Zeitungen und Magazine und das wissen die Leser:innen auch. Dein gutes Thema ist bei der Pressearbeit der Preis, den du erbringen musst. Wenn Journalist:innen erkennen, wieso dein Thema spannend, hilfreich oder wichtig ist, werden sie auch darüber berichten wollen.  

Vor- und Nachteile von Pressearbeit: Redakteurin schreibt Notizen auf

6 | Nachteil: Beschränke Mitbestimmung  

Journalist:innen entscheiden nicht nur, was veröffentlicht wird. Sie entscheiden zudem auch, wann, in welchem Umfang und in welchem Ton ein Beitrag erscheint: Du schlägst zwar Themen vor und lieferst Infos, doch im Gegensatz zu deinen eigenen Kanälen hast du nur ein beschränktes Mitbestimmungsrecht.  

Doch auch das macht Berichte in der Presse wiederum wertvoll: Sie werden von objektiven Journalist:innen veröffentlicht. Das hat eine ganz andere Wirkung auf deine Zielgruppe als Inhalte, die von dir selbst stammen. 

Fazit: Vor- und Nachteile von Pressearbeit 

Lohnt es sich nun überhaupt, Pressearbeit für dein Unternehmen zu machen? Es wird dich nicht überraschen, aber in meinen Augen überwiegen die Vorteile.  

Wie zu Beginn schon gesagt: Pressearbeit gehört zu einer guten Marketingstrategie einfach dazu. Aber Pressearbeit allein wird nicht ausreichen: Idealerweise kombinierst du Beiträge in der Presse mit Social Media und eigenen Kanälen, wie einem Blog oder Podcast. So erreichst du deine Zielgruppe auf verschiedenen Wegen, begleitest sie auf unterschiedlichen Kanälen und baust nach und nach eine starke Beziehung zu ihnen auf.  

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Du willst in die Presse, aber weißt nicht wie?

Kein Problem! Ich bin überzeugt, dass jede:r lernen kann, wie gute Pressearbeit funktioniert. Hier erfährst du, wie ich dich dabei unterstützen kann. Oder informier dich hier, wie du deine PR-Arbeit komplett an mich abgeben kannst. 

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